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TORA DieseWoche

Korach

für die Woche bis zum 30 Siwan 5757; 4 & 5 Juni 1997

Dear Tora DieseWoche Reader:
Several years ago, we received funding to produce a German-language version of Torah Weekly - Tora DieseWoche is the result. Unfortunately, the funding was only enough to produce four issues. We are now seeking a donor that would be willing to fund a year's worth of translation and production costs. If you would like to see Torah spread in the German-speaking world, and would be willing to donate $20,000 towards this end, please contact Ohr Somayach at 972-2-581-2890, or E-Mail at info@ohr.edu.
This publication is also available in the following formats: [Word] [PDF] Explanation of these symbols
Inhaltsangabe

Korach, Dassan, Aviram und 250 der Häupter Israels rebellieren gegen die Autorität von Mosche und Aharon. Die Rebellen werden am Ende von der Erde verschlungen. Viele im Volke beklagen den Tod Korachs und seines Gefolges, und machen Mosche dafür verantwortlich. Haschems Zorn äußert sich in einer Pest, welche die Israeliten befällt, und viele Tausende sterben. Mosche vermittelt wiederum für das Volk und beordert Aharon, fuer sie Sühne zu vollziehen, und die Pest hält inne. Haschem gebietet,daß Stäbe, die mit dem Namen je eines Stammes beschriftet sind, in den Mischkon, das Stiftzelt gebracht werden. Am Morgen hatte der Stab Levis,der Aharons Namen trug, gesproßt er brachte eine Blüte hervor, trieb Knospen und zeigte Mandeln. Dies galt als eine G-ttliche Bestätigung, daß der Stamm Levi für die Priesterschaft erwählt war und als Beweis für Aharons Position als Kohen Hagodol, als Hohepriester. Die spezifischen Pflichten der Levijim und Kohanim werden aufgezählt. Den Kohanim war es nicht erlaubt, Landbesitzer zu sein, vielmehr sollten sie ihre Nahrung durch die Verzehntung und andere Gaben vom Volk zu überbringenden erhalten. Ferner werden in der Parscha dieser Woche Gesetze der Erstlingsfrüchte, der Auslösung des Erstgeborenen und anderer Darbringungen gelehrt.


Kommentare

"Und sie versammelten sich wider Mosche und Aharon und sie sprachen zu ihnen: 'Zuviel für euch !...'" (16:3).

Jaakow arbeitete so sehr an sich selbst, bis er empfand: 'Ich habe alles', während Esow sprach: 'Ich habe eine Menge', andeutend, daß er nicht all seine Bedürfnisse erfüllt hat. Zufrieden zu sein mit dem, was man hat, bedarf eines innigen Verständnisses des wahren Inhalts der Welt und eines Sinnes für Werte. Im tiefsten Sinne ist dies mit reiner Wahrheit verbunden, dem Mittelpunkt in Jaakows Persönlichkeit. Die Haltung in sich zu tragen, daß, 'was immer ich nicht habe, benötige ich nicht', und nur nach spirituellen Werten zu streben, erfordert eine reine Haltung von Wahrheit. Korach bemängelte, daß Mosche die Einstellung Esows 'Ich habe eine Menge' besäße. Wenn Mosche alle Macht für sich beanspruchte, so mußte er wohl empfinden, daß er nicht vollkommen sei. 'Die Gemeinde jedoch ist heilig', daß heißt, sie alle sind auf der geistigen Stufe Jaakows: 'Ich habe alles'. Warum sollte demzufolge Mosche anstreben, über eine Gruppe von Menschen zu regieren, welche eine höhere geistige Ebene erreicht haben als die seine? Mosche erwiderte: Ihr seid es, die eine Menge begehren, und Haschem wird enthüllen, wessen Position die Wahrheit reflektiert, und wessen Verlangen den Hang zur Macht und zum Ruhm birgt.

(Adaptiert vom Chasam Sofer)


"Denn die ganze Gemeinde,sie alle sind heilig" (16:3).

Korachs Rebellion ist die erste Bewegung in der Geschichte unseres Volkes, die beabsichtigte, die Thora Mosches zu 'reformieren'. Korach und sein Gefolge leugneten nicht, daß die Thora von Haschem war. Wie konnten sie?! Sie hatten doch auch am Sinai gestanden. Vielmehr versuchten sie, Mosches Autorität zu zerstören, indem sie erklärten, da 'die ganze Nation Haschem am Sinai reden hörte, sind wir alle heilig und imstande, die Thora selbst zu interpretieren'. Korachs Ansicht, daß jeder Einzelne die Fähigkeit besitzt, zu bestimmen, welche Anwendung die Thora bei ihm findet, wurde zum Präzedenzfall des Angriffes vieler von der Thora abweichender Gruppen in der Geschichte. Dies ist ein schwerer Fehler. Wir müssen dem Weg der Thora folgen, wie sie von Gelehrtem zu Gelehrtem in jeder Generation überliefert wird. Die Thora ist so komplex, daß diejenigen, die nicht vollkommen in ihre Lehren eingetaucht sind, sie leicht entstellen können. Wir haben uns immer auf die Weisen in jeder Generation zu verlassen, um die Thora in unserer modernen Ära auszulegen und anzuwenden.

(Adaptiert von Row Mosche Feinstein)

"Und wenn Haschem eine neue Schöpfung schaffen wird..." (16:30).

Mosche glaubte nicht, daß ein Erdbeben, das die Erde spaltet und jene verschlingt, die an diesem Orte stehen, besonders erstaunlich sei. Gewiß war dies kein außergewöhnliches Ereignis nach tausenden von Jahren historischer Erfahrung mit Erdbeben. Wenn die Erde sich spaltet, verharrt sie für gewöhnlich offen in dieser Stellung als monumentales Zeichen des sich ereigneten Unglücks. Allerdings prophzeite Mosche vorher, daß die Erde sich spalten und die auf ihr Stehenden verschlingen würde, um sich unmittelbar danach wieder zu schließen, so daß der ganze Vorgang gleich einem menschlichem Mund erscheinen würde,der eine kleine Frucht schluckt. Dies wäre ein wahrlich ungewöhnliches Geschehen, besonders dann, wenn es sich wie vorhergesagt ereignete - unmittelbar unter ausschließlich denen, die Mosches Autorität bestritten.

(Nach Ramban)

"Am Morgen wird Haschem kund tun, wer ihm angehört und wer heilig ist..." (16:5).

Mosche wollte, daß Korach und seine Partner die Angelegenheit "noch einmal überschlafen". Da die Entscheidung Haschems nur zur Vernichtung der Rebellen führen konnte, sollte ihnen Zeit zur Besinnung gegeben werden, insbesondere in der Ruhe und Zurückgezogenheit der Nacht, wo jeder mehr auf den Umgang mit den Seinen und dem eigenem Innern konzentriert und dem Einfluß verführender Genossen entzogen ist. Zugleich wollte Mosche die Zeit zur Ermahnung der Verirrten benutzen, wie der weitere Verlauf zeigt. In der Tat fehlt auch im entscheidenden Momente On, den nach der Überlieferung seine Frau von weiterer Teilnahme am Putsch zurückhielt. Sie erfüllte so den Ausspruch der Weisen, daß: "Wenn ein Mensch verdienstvoll ist, wird ihm seine Frau beistehen, und wenn er es nicht ist, wird sie ihm entgegen treten." Ebenso ermannten sich noch im Momente der Katastrophe die Söhne Korachs zum Besseren und blieben von dem den Vater ereilenden Untergang verschont.

(Rabbi S.R. Hirsch)


Gedanken zu den Sprüchen der Väter: Abschnitt 4

"Grüße jeden Menschen zuerst,sei lieber der Letzte bei den Löwen,als der Erste bei den Füchsen."

Rabbi Mathithja ben Cheresch - Perkej Awos 4:15.

Zeige jeder Person Respekt - selbst dem Nichtjuden und Jemandem von geringerem Rang -,wenn man aber Freunde wählt, suche man die Gesellschaft achtbarer Personen.Selbst wenn dies bedeutet,der Geringste in ihrem Kreise zu sein, ist es doch besser,als einer Erupe unrespektabler Menschen beizutreten und der Geachtetste unter ihnen zu sein.
(Tiferas Isroel)

Die Wahl des Fuchses als Symbol für Minderwertigkeit, Soll uns vor Nachlässigkeit in unserem Lernen wornen. Fleiß im Lernen wird die Notwendigkeit zunichte machen, sich auf schlaue, fuchs-ähnliche Strategien zu stützen, um der Beste unter unseren Lernpartnern zu werden, wie sie z. B. damit aus der Ruhe zu bringen, indem man was sie sagen lächerlich macht.
(Midrasch Schmuel zitiert in Tosefos Jom Tow,Brochos 8a)


Written and Compiled by Rabbi Yaakov Asher Sinclair
General Editor: Rabbi Moshe Newman
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