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TORA DieseWoche

Chukas

für die Woche bis zum 7 Tamuz 5757; 11 & 12 Juli 1997

Dear Tora DieseWoche Reader:
Several years ago, we received funding to produce a German-language version of Torah Weekly - Tora DieseWoche is the result. Unfortunately, the funding was only enough to produce four issues. We are now seeking a donor that would be willing to fund a year's worth of translation and production costs. If you would like to see Torah spread in the German-speaking world, and would be willing to donate $20,000 towards this end, please contact Ohr Somayach at 972-2-581-2890, or E-Mail at info@ohr.edu.
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Inhaltsangabe

D"Wenn ein Stein, der nicht versteht, dennoch das Wort Haschems ausführen kann, so wird ein Mensch...gewiß schließlich fähig sein..."

ie Gesetze der Parah Adumah (rote Kuh) sind im Detail aufgeführt, , welche zur rituellen Reinigung für jemanden, der mit dem Tode in Berührung gekommen ist, benötigt wurden. Nachdem die Nation nahezu 40 Jahre in der Wüste "wanderte" stirbt Mirijam, und wird in Kadesch begraben. Das Volk klagt über den Verlust der Wasserversorgung, welche bis dahin wegen Mirijams Rechtschaffenheit auf übernatürliche Weise von Haschem gewährt wurde. Aharon und Mosche beten um das Wohlergehen des Volkes. Haschem gebietet ihnen, die Nation in Meriwah zu versammeln und zu einem bestimmten Felsen zu reden,so daß dieser Wasser hervorbringe. Verunsichert durch den Mangel an Glauben im Volke, schlägt Mosche den Felsen, anstatt zu ihm zu reden. So schlägt die beabsichtigte Vorführung der Allmacht Haschems über die Welt durch Mosche und Aharon fehl. Diese Demonstration wäre erreicht worden, wenn der Fels in Folge der Rede Wasser hervor gebracht hätte. Daher sagt Haschem Mosche und Aharon, daß es ihnen nicht gestattet werde, das Volk in das Land zu führen. Die Kinder Israels setzen ihre Wanderung fort, nehmen jedoch nicht den direkten Weg nach dem Lande Israel, da der König von Edom, ein Abkömmling Esows, ihnen den Durchzug durch sein Land verwehrt. Als sie den Berg Hor erreichen, stirbt Aharon, und sein Sohn Elasar wird mit seinen priesterlichen Gewändern und Verantwortungen betraut. Aharon war vom ganzen Volke innig geliebt, und es hält eine Zeit der nationalen Trauer von 30 Tagen. Die Kinder Israel kämpfen mit Sichon, dem Ammoriten, der sie eher bekriegt, als ihnen zu gestatten, durch sein Land zu ziehen. Als Resultat dessen erobern die Kinder Israels das Land Sichons, welches dieser ursprünglich den Ammoniten auf dem östlichen Ufer des Jordan-Flusses abgenommen hatte.


Kommentare

"Dies ist das Gesetz der Thora..." (19:2)

Die Mitzwos (Gebote) in der Thora können in drei verschiedene Kategorien unterteilt werden, wie sie in der Peßachhaggada durch den weisen Sohn benannt werden: Zeugnisse, Gesetze und Rechtsvorschriften. Rechtsvorschriften sind rationale Mitzwos, welche jede Kultur entwickeln könnte und sollte, wie Bestimmungen gegen Diebstahl, Unsittlichkeit und Mord. Zeugnisse sind Mitzwos, welche rational sind, wenn man die Geschichte unseres Volkes akzeptiert, denn sie bekunden die Ereignisse in unserer nationalen Geschichte - wie sich auf den Exodus beziehende Mitzwos, welche während des Sederabends ausgeführt werden. Gesetze befinden sich außerhalb des menschlichen Verstehens, und nur manchmal ist es uns vergönnt, auch nur zu erraten, wie diese Art von Mitzwos uns beeinflussen mag; wie das Verbot, Wolle und Leinen zu vermischen, oder die Mitzwah für einen Ehemann, sich von seiner Frau während ihres Zykluses getrennt zu halten, bis daß sie zur angemessenen Zeit die Mikwah besucht hat. Selbst die Parah Adumah, das klassische 'Gesetz der Thora', war der Gegenstand zahlreicher Erklärungen für die sich scheinbar widersprechenden Einzelheiten in der Ausführung dieses Reinigungsrituals. Das Wesen dieser Mitzwah wurde jedoch nur Mosche offenbart. Als König Salomon, der begabteste Gelehrte in der Geschichte des Jüdischen Volkes, das Studium aller anderen Teile der Thora beendete, glaubte er, daß er sie bis in alle Einzelheiten verstünde. Als er jedoch sein Studium der Parah Adumah vollendete, erkannte er, daß es ihm mit all seinem Scharfsinn und seiner Gelehrsamkeit nicht möglich war, dieses klassische Gesetz wirklich zu ergründen. Er gelangte dann zu dem offensichtlichen Schluß, daß wahrscheinlich auch alle anderen Mitzwos, selbst die rationalsten der Rechtsvorschriften, auf tieferen Gründen beruhen, die sein menschlicher Verstand nicht durchdrungen hatte.

(Nach Chanukas HaThora)

"Und er schlug den Felsen mit seinem Stabe... Und Haschem sprach 'Weil ihr mir nicht geglaubt, mich zu heiligen...' " (20:11-12)

Wir müssen immer Worte der Thora und der Ethik selbst zu demjenigen sprechen, von dem wir meinen, er verstünde überhaupt nichts, bis daß am Ende all unserer Bemühungen er zu Wissen und Verständnis gelangen wird, allein als Resultat des bloßen Umfanges der vor ihm gesprochenen Thora. Ein Mensch sollte niemals verzweifeln, und es nicht unterlassen, sein Kind zu unterrichten, selbst wenn es ihm erscheint, daß das Kind nicht verstehe; vielmehr muß er das Kind alles lehren und erklären, soweit wie es die Zeit erlaubt, bis das Kind versteht und auszuführen vermag, was es gelehrt wurde. Wenn ein Stein, der nicht versteht, dennoch das Wort Haschems ausführen kann, so wird ein Mensch, selbst wenn es scheint, er verstünde nicht, gewiß schließlich fähig sein, die ihm gegebene Lehre aufzunehmen.

(Row Mosche Feinstein)

"Und Mosche sandte Boten aus... 'So laß uns doch durch dein Land ziehen' ...Und die Kinder Israels sagten 'Laß uns die gewundenen Wege hinaufziehen' ...Und Edom trat ihm entgegen..." (20:14-20)

Die Kinder Israel und Mosche unterbreiten Edom verschiedene Pläne und ernten Erwiderungen, die zu unterschiedlichen Einstellungen im Umgang mit Edom und seinen Kulturverwandten während unseres Exils führen werden. Mosche sagt: Wir wollen nicht in deine 'Felder' gehen, um eure Berufe zu ergreifen; noch in deine 'Weinberge', mit euch geselig sein; wir werden entlang der 'Hauptstraße' ziehen, Integration vermeidend. Wir werden nicht von deinem 'Wasser' trinken, indem wir eure Lehren und Werte teilen, noch werden wir nach rechts, oder links von unserer Tradition abweichen. Edom schreckte vor dieser extremen Vorstellung von Seperation zurück, beabsichtigte jedoch nicht, das Volk anzugreifen. Die Massen haben eine ander Auffassung als Mosche, als sie Edoms Zurückweisung solcher 'Ghettobildung' sehen. Sie teilen Edom mit, daß sie bereit seien auf den gewundenen Wegen der Integration in die Kultur ihrer Gastherren zu gehen und selbst für das Recht zu bezahlen, die Lehren, die Edom anbietet, aufzunehmen. Edom hört diese Botschaft der Untergebenheit,und nur dann führt er seinen Kampf.

(Rabbi Jerucham Uziel Milewsky)


Haftorah: Richter 11:1-33

Die Haftorah bietet uns einen der ältesten und interessantesten Wechsel diplomatischer Mitteilungen,welcher sich auf die Ereignisse in dieser Parscha stützt. Der König der Ammoniter behauptet, daß als die Kinder Israel aus Ägypten zogen, sie sich unter der Führung Mosches das Land seiner Nation angeeignet hätten. Er fordert "Land gegen Frieden". Jiftach, das von den betroffenen Gebieten gewählte Oberhaupt, weist das unberechtigte Ansinnen des Ammoniterkönigs mit den Hinweis zurück, daß die geforderten Gebiete sich zur Zeit der Besitznahme durch die Kinder Israel in Sichons Besitz befanden, der sie als König der Ammoriter früher erobert hatte. Sichon hatte Israels Bitte um Durchzug mit einem nicht provozierten, unverfrorenen Angriff beantwortet, und war vollkommen überwältigt worden. Sichon weigerte sich anzunehmen, daß Israels Absichten gegen sein Land friedvoll waren, und entschied sich vielmehr, die Kinder Israel zu bekämpfen.

(Nach Rabbi Mendel Hirsch)


Gedanken zu den Sprüchen der Väter: Abschnitt 5

"Der Weise spricht nicht vor einem, der größer als er an Weisheit, und er fällt einem anderen nicht ins Wort." -Perkej Awos 5:7.

Wenn er einen Gegenstand mit einem anderen erörtert, wartet der Weise, bis daß die andere Person alles, was sie zu sagen hat vollendet hat, und er wird nur dann antworten,wenn er etwas hat, die vorgebrachten Äußerungen zu bestreiten. Er wird einem anderen nie das Wort abschneiden, da dies jenen verwirrt und ihn hindert, sich richtig auszudrücken. Letztendlich wird der Weise bereit sein, der Wahrheit zuzustimmen, ganz gleich, von wem sie kommt.

Ebenso ist es ein schlechtes Verhalten, einen Studienpartner oder Schüler zu beleidigen, ihn einfach so zu unterbrechen, wie um zu sagen, daß kein Wert in seinen Worten ist. Nur Überheblichkeit kann solches Benehmen erklären.

(Tiferas Isroel)


Written and Compiled by Rabbi Yaakov Asher Sinclair
General Editor: Rabbi Moshe Newman
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